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Hilfe bei akuten oralen Vergiftungen

Besonders bei Kindern ist die Gefahr einer Vergiftung groß.

Wir freuen uns, wenn unsere Kinder die ersten Krabbelversuche oder Schritte machen und immer selbstständiger werden. Die Kleinen sind neugierig und probieren ihre Sinne aus. Das bedeutet, dass sie auch gerne mal etwas in den Mund nehmen und möglicherweise sogar verschlucken.

Deshalb ist es ratsam

  • den Arzneimittelschrank hoch zu hängen und abzuschließen.
  • Haushaltsreiniger wie Putzmittel, Entkalker, Spülmaschinensalz, Blumendünger und ähnliches außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufzubewahren.
  • Gleiches gilt für Parfüms, Zahncremes und Kosmetikprodukte.

Vorsicht ist auch in der Natur geboten, denn viele Pflanzen sind giftig und können Bauchschmerzen, Durchfall oder andere Symptome hervorrufen. Hier finden Sie eine Auswahl giftiger Pflanzen.

Quelle: "Giftberatung Pflanzen" von Sascha Weilemann, Clemens Kelbel und Hans-Jürgen Reinecke; ISBN 3774110468; Govi-Verlag

Tipps, wenn das Kind doch etwas "Giftiges" geschluckt hat:

  • Lösen Sie kein Erbrechen aus
  • Geben Sie Ihrem Kind keine Milch zu trinken
  • Rufen Sie die Giftinformationszentrale an. Am besten Sie notieren sich gleich die für Sie entsprechende Nummer in Ihrem Telefonbuch oder auf dem Telefon.
  • Verabreichen Sie Ihrem Kind - entsprechend der Empfehlung - 3-4 Kohle-Compretten® pro kg Körpergewicht, die Sie unter Rühren im Wasser, Saft oder Tee zerfallen lassen oder
  • Fordern Sie - entsprechend der Empfehlung - bei schweren Vergiftungen Notarzt/Rettungsdienst an. Sollte Ihr Kind bewusstlos werden, bringen Sie es in die stabile Seitenlage.

Notfallnummern

Hier finden Sie eine Übersicht der Giftinformationszentren in Deutschland. Bitte beachten Sie auch den Hinweis am Seitenende, damit Sie für ein Gespräch optimal vorbereitet sind.

Berlin

Berliner Betrieb für Zentrale Gesundheitliche Aufgaben (BBGes)
Institut für Toxikologie, Klinische Toxikologie und Giftnotruf Berlin
ö. B.: Vivantes Humboldt Klinikum/KBoN
Oranienburger Straße 285, 13437 Berlin
Telefon: 030 / 192 40

Berlin

Charité, Campus Virchow Klinikum
Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
Telefon: 030 / 450 - 65 35 55

Bonn

Informationszentrale gegen Vergiftungen
Zentrum für Kinderheilkunde der
Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Adenauerallee 119, 53113 Bonn
Telefon: 02 28 / 192 40

Erfurt

Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
c/o Helios Klinikum Erfurt
Nordhäuser Str. 74, 99089 Erfurt
Telefon: 03 61 / 73 07 30

Freiburg

Universitätsklinikum Freiburg
Vergiftungs-Informations-Zentrale
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Mathildenstr. 1, 79106 Freiburg
Telefon: 07 61 / 192 40

Göttingen

Giftinformationszentrum Nord der Länder Bremen, Hamburg,
Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ-Nord)
Zentrum Pharmakologie und Toxikologie
Universität Göttingen – Bereich Humanmedizin
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
Telefon: 05 51 / 192 40

Homburg/Saar

Universitätskliniken
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Informations- und Beratungszentrale für Vergiftungen
66241 Homburg
Telefon: 0 68 41 / 192 40

Mainz

Beratungsstelle bei Vergiftungen, II. Med. Universitätsklinik
Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz
Telefon: 0 61 31 / 192 40

München

Giftnotruf München
Toxikologische Abteilung der II. Medizinischen Klinik
der Technischen Universität München
Ismaninger Str. 22, 81675 München
Telefon: 089 / 192 40

Nürnberg

Giftinformationszentrale der Medizinischen Klinik 2
des Klinikums Nürnberg Nord
Professor-Ernst-Nathan-Str. 1, 90419 Nürnberg
Telefon: 09 11 / 398 - 24 51



Wenn Sie bei der Giftinformationszentrale anrufen, werden Ihnen folgende Fragen gestellt:

  • Wie alt ist Ihr Kind?
  • Wie viel wiegt Ihr Kind?
  • Wann, was und welche Menge hat es zu sich genommen?
  • Wie ist das derzeitige Befinden des Kindes?

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